Internationale Zusammenarbeit

Gemeinsam mit dem Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin, dem Bahjat al-Fuad Rehabilitation Centre for Torture Victims, Medica Afghanistan und medica mondiale arbeiten wir derzeit an einem 30-monatigen Projekt zugunsten der Opfer von Folter, unmenschlicher Behandlung und geschlechtsspezifischer Gewalt. Finanziert als Maßnahme der Europäischen Initiative für Demokratie und Menschenrechte der EU-Kommission ermöglicht dieses Projekt Diagnose und medizinische Behandlung für traumatisierte Menschen. Mobile und psychologische Dienste sollen ebenso eingerichtet werden wie Sozial- und Rechtsberatungen. Alle Partner leisten darüber hinaus Öffentlichkeits- und Sensibilisierungsarbeit für die Belange von Personen, die Menschenrechtsverletzungen überlebt haben. Interessierten externen Akteuren werden Fortbildungen angeboten.

Unsere Partner

Das Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin ist eine der führenden Einrichtungen auf seinem Gebiet und eine unserer engsten Partnerorganisationen. Seit der Gründung im Jahr 1992 haben die MitarbeiterInnen des bzfo tausende traumatisierte Flüchtlinge aus über 40 Ländern behandelt. Der International Rehabilitation Council for Torture Victims (IRCT) richtete 2005 das Bahjat al-Fuad Rehabilitation Centre for Torture Victims im südirakischen Basra ein, das sich dort als bislang einzige professionelle Einrichtung um Folteropfer kümmert. Drei Jahre zuvor hatte die deutsche Frauenrechtsorganisation medica mondiale in Kabul Medica Afghanistan ins Leben gerufen. Medica mondiale unterstützt in Kriegs- und Krisengebieten weibliche Opfer geschlechtsspezifischer und sexueller Gewalt. Die Arbeit von Medica Afghanistan war wegweisend in der psychosozialen Beratung und rechtlichen Unterstützung von Frauen, die Gewalt in Afghanistan überlebt hatten. Sie schulte zudem als erste Organisation afghanische ÄrztInnen und AnwältInnen in der Behandlung traumatisierter Mädchen und Frauen.

Unsere Ziele

Durch den Austausch von MitarbeiterInnen wollen wir unser Fachwissen und unsere Erfahrungen miteinander teilen und voneinander lernen, um gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen und unsere Angebote für die Opfer von Gewalt im Irak und in Afghanistan auszubauen. Wir setzen uns für die vollständige Umsetzung der UN-Antifolterkonvention und den Wiedergutmachungsanspruch der Überlebenden ein, zu dem eine möglichst vollständige Rehabilitation zählt.

Mehr erfahren

Wenn Sie mehr über unsere Arbeit erfahren oder uns unterstützen möchten, erreichen Sie uns unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.