Hilfe für Opfer des IS-Terrors im Irak

Millionen Frauen, Männer und Kinder im Irak lebten in den vergangenen Jahren unter der Herrschaft der Terrororganisation "Islamischer Staat". Wer sich ihrer hasserfüllten Ideologie entgegenstellte, riskierte Folter oder öffentliche Hinrichtung. Frauen und Mädchen wurden versklavt und vergewaltigt. Kinder wurden entführt und zu Terrorkämpfern ausgebildet.

Gleichzeitig wurde im Irak uraltes geistiges und kulturelles Erbe vernichtet. Heilige Orte wie Moscheen und Schreine wurden dem Erdboden gleichgemacht. Angehörige von religiösen Minderheiten sahen sich in ihrer Existenz bedroht. Drei Millionen Muslime, Jesiden, Christen, Schabak wurden gezwungen, ihre Heimat zu verlassen.

Die Hälfte von ihnen fand Zuflucht in den sicheren kurdischen Provinzen im Norden des Landes. Sie leben in überfüllten Lagern oder behelfsmäßigen Unterkünften und haben Schwierigkeiten, ihre Familien zu versorgen. Viele leiden unter körperlichen und seelischen Traumata und werden von ihren furchtbaren Erfahrungen heimgesucht.

Das Team der Jiyan Foundation versorgt Überlebende des IS-Terrors medizinisch und psychologisch. In unseren Zentren bieten ihnen 100 Ärzte, Psychologen und Traumatherapeuten Behandlung und einen Ort, um zur Ruhe zu kommen. Frauen und Mädchen, die Gefangenschaft und Versklavung durch die IS-Terroristen überlebt haben, finden neue Perspektiven in Iraks erster und einziger Psychosomatischer Traumaklinik für Frauen. Durch mobile Teams erreichen wir Überlebende in Flüchtlingslagern, wo es wenig medizinische und keine spezialisierte Traumaversorgung gibt.

Neben der medizinischen und psychologischen Unterstützung organisiert die Jiyan Foundation Nothilfe für Menschen, die alles verloren haben. Darüberhinaus stärken wir die irakische Zivilgesellschaft und engagieren uns gegen Extremismus durch Aufklärungsarbeit und Menschenrechtsbildung in Schulen.

Diese Arbeit braucht Zeit, Geduld und vor allem Unterstützung von außen. Ihre Spende ermöglicht es uns, den Opfern des IS-Terrors ein Stück ihrer Würde zurückzugeben.